Durch die Errichtung einer ISASMELT-Pilotanlage am Institut für Nichteisenmetallurgie und Reinststoffe der
TU BAF besteht jetzt die Möglichkeit, auf dem Gebiet der Pyrometallurgie Forschungsarbeiten an einem der
gegenwärtig modernsten Metall¬gewinnungsverfahren durchzuführen.
Mit dieser Pilotanlage können Versuchschargen unter praxisnahen Bedingungen mit bis zu 250 kg/h Einsatzmaterial
werden durchgeführt werden wobei Rohmetalle, metallhaltige Zwischenprodukte und Schlacke entstehen. Insbesondere
bei längerem Versuchsbetrieb können positive und nachteilige Entwicklungen bei der Verarbeitung der einzelnen
Materialgruppen deutlich werden. Die Anlagenkonfiguration und ihre Ausführung wurden so gewählt, dass sie
flexibel auf eine weite Bandbreite von denkbaren Einsatzmaterialien und Prozessbedingungen angepasst werden kann.
Die erforderliche Schmelzenergie wird dem Schmelzbad von oben über eine spezielle Brennerlanze in Form von Heizöl
und Luft/Sauerstoff zugeführt. Je nach Erfordernissen des jeweiligen Prozesses wird eine oxidierende oder
reduzierende Ofenatmosphäre eingestellt. Die zu schmelzenden Einsatzstoffe werden von oben dem geschmolzenen Bad
zugeführt. Schmelzofen, Beschickungseintrag, Brennerlanze und Abgassystem werden von einem Leitstand aus gesteuert. Die
herrschenden Prozessbedingungen wie Drücke, Temperaturen und Durchflüsse werden von einem Rechner erfasst und
dienen sowohl der Prozesssteuerung als auch der späteren Versuchsauswertung.
In den letzten 4 Jahren kam es im Rahmen von mehreren Forschungsprojekten zur Zusammenarbeit mit großtechnischen
Betreibern von Badschmelzanlagen, wie z.B. mit der Norddeutschen Affinerie AG/ Hamburg und der Xstrata Technology/ Australien.
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