Zur Chemie des elementaren Bösen - Chemische Aspekte der nuklearen Entsorgung

JCF-Kolloquium am 13.07.22

Zur Chemie des elementaren Bösen – Chemische Aspekte der nuklearen Entsorgung

Vortrag mit Prof. Dr. Horst Geckeis, Karlsruher Institut für Technologie

In einem Artikel vom 05. April 2011 bezeichnete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Plutonium als das “elementare Böse”. Generell gelten auch radioaktive insbesondere hochradioaktive Abfälle als extrem gefährlich. Sie sicher zu handhaben und zu entsorgen wird vielfach als kaum möglich erachtet. Sind  diese äußerst negative Einschätzungen gerechtfertigt? Der Vortrag geht auf Herkunft, Toxizität und einige aus Sicht des (Geo)chemikers hochinteressante geochemische Eigenschaften des Plutoniums ein.

Im Vortrag werden Beispiele für radiogeochemische Fragestellungen genannt - und dabei auch die Rolle des Plutoniums für die Endlagersicherheit beleuchtet, dessen Hauptisotop 239Pu mit seiner Halbwertszeit von 24.110 Jahren einen wesentlichen Radiotoxizitätsanteil im hochradioaktiven Abfall über hunderttausende von Jahren repräsentiert. Forschung im Kontext der nuklearen Entsorgung - dies gilt nicht nur für nuklear/radiochemische Forschung - stellt eine faszinierende aber auch eine  herausfordernde Aufgabe dar, die auch immer im Spannungsfeld kontroverser gesellschaftlicher Sichtweisen steht.

Veranstaltungsdetails
Termin: 
13. Juli 2022, 16:15 - 18:00
Veranstaltungsort: 
Clemens-Winkler-Bau, Leipziger Str. 29, 09599 Freiberg
Raum: 
WIN-1005